Großer Fuchs

Der Große Fuchs (Nymphalis polychloros) wurde zum Schmetterling des Jahres 2018 gewählt. Sein Vorkommen liegt in Europa und erstreckt sich bis zum Ural und Mittelasien. Im Nordosten Europas fehlt die Art fast vollständig. In Brandenburg war der Große Fuchs früher häufig und weit verbreitet. Heute gibt es lokale Vorkommen im gesamten Bundesland, im Norden jedoch weniger als im Rest des Landes.

Der Große Fuchs besiedelt halboffene, warme Landschaften wie z.B. Streuobstwiesen, naturnahe Gärten und Parks sowie Waldrändern von Laubmischwäldern. Die Art überwintert als ausgewachsener Falter und fliegt daher schon verhältnismäßig früh (ab Ende März). Im Frühjahr kann man ihn gut beim Sonnen beobachten. Als erste Nahrung spielen blühende Weiden eine große Rolle. Später werden auch blühende Kirsch- und Pflaumenbäume angeflogen. Er ernährt sich jedoch nicht nur von Nektar sondern auch von austretenden Baumsäften. Die Raupen fressen vor allem die Blätter der Salweide (Salix caprea), nehmen allerdings auch Blätter von Pappeln, Apfel- und Birnenbäumen.

Der deutliche Bestandsrückgang ab den 50er Jahren und die Zunahme ab 2012 sind noch nicht ausreichend geklärt und Gegenstand weiterer Untersuchungen. Mögliche negative Einflussfaktoren sind die Abnahme von Streuobstwiesen, ein verstärkter Pestizideinsatz im Obstbau und das Entfernen der Salweiden. Der Große Fuchs zählt zu den nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützten Arten.

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