Vom Säen und Ernten: Samenflug der Birken und Erlen

Auf schneebedeckten Flächen fallen im Winter die Samen der Sand-Birken auf. Der weiße Untergrund offenbart allerdings nur einen Bruchteil der Saat-Menge: Millionen geflügelte Nüsschen segeln seit August aus den Baumkronen. Wer sofort keimte, wurde wohl Opfer des Frostes. Bessere Chancen haben die Keimlinge bei milderen Temperaturen im Frühjahr. Der schmelzende Schnee sorgt für die notwendige Bodenfeuchtigkeit.
Die im Winter in den Kätzchen verbleibenden Früchte sind eine wichtige Nahrungsquelle für Birken- und Erlenzeisige, die in Scharen in die Birken einfallen.
Das gleiche gilt für Schwarzerlen: Die im Herbst reifenden, ebenfalls geflügelten kleinen Samen fallen im Winter aus den schwarzen Zäpfchen – wenn sie nicht von Zeisigen oder Stieglitzen herausgepickt werden.

Viele weitere Vögel und kleine Säuger zehren von der Birken- und Erlensaat.

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Kategorien

  • Bäume, Sträucher