Saisonstart im Biosphärenreservat: Haltepunkte Natur laden zum Entdecken ein
Mit dem Start der touristischen Saison beginnt auch im Biosphärenreservat eine gute Zeit, die Natur- und Kulturlandschaft der Region zu erkunden. Zahlreiche Angebote ermöglichen es, die Prignitz zu Fuß oder mit dem Fahrrad kennenzulernen. Ein wichtiger Bestandteil der Besucherlenkung und Umweltbildung sind die „Haltepunkte Natur“.
Natur erleben an 26 Standorten
Insgesamt 26 „Haltepunkte Natur“ bieten Ausblicke in die Landschaft des Biosphärenreservats und vermitteln Informationen zu Natur, Geschichte und Besonderheiten der jeweiligen Standorte. Sie laden dazu ein, die Umgebung bewusst wahrzunehmen und Tiere, Pflanzen und Landschaftsformen zu beobachten.
Viele Stationen sind gut mit dem Fahrrad erreichbar. Die Knotenpunktwegweisung führt Besucherinnen und Besucher auf ausgeschilderten Routen zu den einzelnen Haltepunkten.
Die Themen reichen vom Deichrückverlegungsgebiet über die Kranichbeobachtung im Rambower Moor bis zur Binnendüne Quitzöbel mit ihren Ameisenlöwen. Informationstafeln an Aussichtstürmen und entlang der Wege erläutern die jeweiligen Besonderheiten.
Neue und ergänzte Angebote
Auch in diesem Jahr wurden mehrere Maßnahmen umgesetzt, um das Angebot weiterzuentwickeln.
Am Parkplatz in Boberow informiert eine neue Tafel „Willkommen am Rambower Moor“ über den rund 12 Kilometer langen Zweiseitenweg und die Besonderheiten des Gebiets. Weitere Tafeln entlang der Route ergänzen das Informationsangebot.
Am Aussichtsturm „Rudower Seeblick“ wurde eine neue Treppe errichtet. Sie erleichtert den Zugang und verbessert die Sicherheit bei der Naturbeobachtung.
Der Gandower Grenzturm wurde offiziell als „Haltepunkt Natur“ aufgenommen. Eine neue Informationstafel erläutert die Bauweise und Geschichte des Turms sowie das Projekt „Einheitsbuddeln“, bei dem Schülerinnen und Schüler jährlich Bäume in der Region pflanzen. Der Standort ist Teil des etwa sechs Kilometer langen Rundwanderwegs zur Deichrückverlegung. Weitere Informationstafeln ergänzen den Weg.
Ebenfalls entlang dieses Weges liegt der Haltepunkt „Auenblick“. Er bietet gute Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. Durch eine ehrenamtliche Initiative wurde dort eine zweite Sitzbank aufgestellt. Besucherinnen und Besucher können die Landschaft nun von verschiedenen Standorten aus betrachten.
Hinweise zur Infrastruktur
Einige Einrichtungen im Biosphärenreservat sind sanierungsbedürftig. Das Landesamt für Umwelt arbeitet daran, diese schrittweise instand zu setzen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Umsetzung hängt jedoch auch von verfügbaren Haushaltsmitteln, zusätzlichen Fördermitteln sowie der Zusammenarbeit mit Gemeinden und weiteren Partnerinnen und Partnern ab.
Aktuell sind der Steg an der Weichholzaue Cumlosen und der Qualmwassersteg bei Lenzen aus Sicherheitsgründen gesperrt. An der Binnendüne Quitzöbel wurde die Aussichtsplattform aufgrund ihres baulichen Zustands zurückgebaut. Für diesen Standort ist eine alternative Aufenthaltsmöglichkeit in Planung.
Zusammenarbeit in der Region
Die aktuellen Maßnahmen wurden gemeinsam mit regionalen Betrieben umgesetzt, darunter ein Metallbetrieb, eine Tischlerei sowie die Lebenshilfe Wittenberge. Eine zusätzliche Sitzbank am Haltepunkt „Auenblick“ wurde durch die Unterstützung von Axel Mehlig und Max Mrachacz ermöglicht. Auch die Gemeinde Quitzöbel/Legde unterstützte die Umsetzung.
Biosphärenreservat bewusst erleben
Die „Haltepunkte Natur“ bieten Gästen und Einheimischen die Möglichkeit, das Biosphärenreservat auf ausgewiesenen Wegen zu erkunden. Sie machen Natur, Landschaft und regionale Geschichte an verschiedenen Standorten erlebbar und unterstützen zugleich eine naturverträgliche Besucherlenkung.
Gebiet
- Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe
Meldung vom 27.04.2026
