Pflege der Feucht- und Nasswiesen in Bad Belzig und im Planetal
Die nassen Burgwiesen am Belziger Bach und die Wiesen zwischen Raben und Rädigke im Planetal beherbergten einst viele Pflanzenarten der Feucht- und Nasswiesen, wie z.B. das Knabenkraut, den Fieberklee oder den Bach-Nelkenwurz. Sie wurden mosaikartig meist von Kleintierhaltern aus den angrenzenden Siedlungen und Dörfern mit schonender Sensentechnik gemäht. Durch die zunehmende Trockenheit, das damit fehlende Wasser, das Verschwinden der Kleintierhaltung und der damit ausbleibenden Pflege drohen die einst so artenreichen Wiesen zu verschwinden.
Das Landesamt für Umwelt Brandenburg finanziert auf ausgewählten Flächen die bodenschonende Mahd dieser wertvollen Wiesen über Vertragsnaturschutz-Gelder. Die Naturparkverwaltung Hoher Fläming koordiniert die Pflege mit den Dienstleistern. Ein wichtiger Partner bei der praktischen Umsetzung der Wiesenpflege ist der NABU Regionalverband Belzig.
Da viele Flächen bereits vergrasen und eine dicke Filzschicht am Boden bilden, werden dadurch die seltenen und lichtliebenden Arten zunehmend unterdrückt. Daher wurde in diesem Jahr auf den stark mit Süßgräsern bewachsenen Flächen schon mit einer frühen Mahd Ende Mai begonnen. Flächen, die noch ausreichend nass und artenreich sind, werden erst nach dem Abblühen der Orchideen Ende Juni gemäht. Die Mahd wird von einem sogenannten Monitoring begleitet. Alle zwei Jahre werden an festgelegten Punkten die Pflanzenbestände genau dokumentiert, um die erfolgte Pflege beurteilen zu können.
Die Naturparkverwaltung dankt allen Dienstleistern und Freiwilligen, die zum Erhalt dieser wertvollen Offenlandbiotope der Kulturlandschaft beitragen.
Gebiet
- Naturpark Hoher Fläming
Meldung vom 01.06.2026
