Kuratorium informiert sich über Arbeit und Perspektiven des NABU-Besucherzentrums Rühstädt

Das Kuratorium des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe Brandenburg kam in Rühstädt zu seiner 60. Sitzung zusammen. Ein fester Bestandteil der Kuratoriumsarbeit ist die Besichtigung eines fachlich relevanten Ortes oder eines Partnerbetriebes im Biosphärenreservat. Diese Exkursionen dienen dazu, zentrale Themen des Reservats vor Ort zu vertiefen und aktuelle Entwicklungen unmittelbar kennenzulernen. In Rühstädt informierten sich die Kuratoriumsmitglieder über die Arbeit und die Perspektiven des NABU-Besucherzentrums.

Arbeitsschwerpunkte und Rolle des Besucherzentrums

Das NABU-Besucherzentrum Rühstädt ist seit fast drei Jahrzehnten ein zentraler Informations- und Anlaufpunkt im Biosphärenreservat und für die Region Prignitz. Es liegt in unmittelbarer Nähe des Elberadwegs und übernimmt Aufgaben der Umweltbildung, der Besucherinformation und der regionalen Nahversorgung. Während einer Führung durch das Haus stellten Christiane Schröder, Geschäftsführerin des NABU-Landesverbandes, und Felix Wolf, Leiter des Besucherzentrums, die verschiedenen Arbeitsbereiche sowie aktuelle inhaltliche Schwerpunkte vor.

Ein besonderer Fokus lag auf dem neu ausgerichteten Shop-Bereich. Dieser dient nicht mehr ausschließlich der Information zum Weißstorch, sondern ergänzt das Angebot des Besucherzentrums als Versorgungs- und Servicepunkt für Radtouristinnen und Radtouristen sowie für die Dorfgemeinschaft. Das Sortiment wurde konsequent auf regionale Produkte ausgerichtet. Ziel ist es, regionale Wertschöpfung sichtbar zu machen und den Standort funktional weiterzuentwickeln.

Umweltbildung und Vermittlungsansätze im Besucherzentrum

Im Bereich der Umweltbildung informierten sich die Kuratoriumsmitglieder über den Ansatz, Inhalte verstärkt interaktiv zu vermitteln. In der Weißstorch-Ausstellung kommen unter anderem Mikroskopstationen zum Einsatz, an denen kleinste Lebewesen sichtbar gemacht werden. Ergänzt wird das Angebot durch einen Medienraum, in dem Filme gezeigt werden oder per Livestream Einblicke in das Brutgeschehen in realen Storchennestern möglich sind. Die Angebote richten sich an unterschiedliche Altersgruppen und dienen der anschaulichen und verständlichen Vermittlung von Naturzusammenhängen im Biosphärenreservat.

Ideen und Perspektiven für das Außengelände

Ein weiterer Punkt der Besichtigung war der Austausch über mögliche Perspektiven für das Außengelände des Besucherzentrums. Für die kommenden Jahre hat das Team vielfältige Ideen, um den Bereich weiterzuentwickeln. Ein Konzept sieht die Etablierung eines thematischen Abenteuerspielplatzes vor. Ein zentrales Element könnte dabei ein sogenannter XXL-Storch als Spielgerät sein, mit Aufstieg durch die Storchenbeine und einer Rutsche am Schnabel. Diese Überlegungen stellen erste Entwürfe dar und sollen perspektivisch mit dem Landkreis abgestimmt werden. Zur unmittelbaren Förderung des Radtourismus wird bereits in diesem Jahr eine Fahrradreparaturstation am Gebäude errichtet. Ergänzend besteht die Hoffnung, dass der Standort künftig durch vom Landkreis geplante Ladesäulen auch für Nutzerinnen und Nutzer von E-Bikes weiter an Bedeutung gewinnt.

Einordnung der Kuratoriumsarbeit und Ausblick

Im Anschluss an die Besichtigung trat das Kuratorium im Speicher Rühstädt zu seinem nicht öffentlichen Sitzungsteil zusammen. Dabei wurde unter anderem auf 30 Jahre Arbeit im Biosphärenreservat zurückgeblickt, in denen Naturschutz und Regionalentwicklung gemeinsam vorangebracht wurden. Zudem wurden personelle Veränderungen im Gremium vollzogen. Neu in das Kuratorium aufgenommen wurden der Landrat des Landkreises Prignitz, Christian Müller, Prof. Dr. Erik Aschenbrand von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde sowie Julia Pfeiffer aus dem Wirtschaftsministerium.

Darüber hinaus befasste sich das Kuratorium mit weiteren aktuellen Themen aus der Arbeit des Biosphärenreservats und erhielt einen Ausblick auf die Landesgartenschau 2027 in Wittenberge. Dort wird das Biosphärenreservat mit Ausstellungen im Wasserturm und im Bahnhof vertreten sein und Einblicke in seine Aufgaben und Arbeitsfelder geben.

 

Gebiet

  • Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

Meldung vom 25.11.2025