Romantische Pfade, Seerosen und Kunst

Der alte Park am Gut Saathain bietet Idylle pur. Spaziergänger sollten auch den Skulpturenpark besichtigen.

Saathain. Darf’s ein bisschen urig sein? Mit dieser Frage hat Cordula Schladitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft diesmal den Ausflugstipp überschrieben, den die Rundschau in ihrer kleinen Reihe für Unternehmungen in Corona-Zeiten vorstellt. Sie entführt damit in den Gutspark Saathain.

Alte knorrige Eichen, kleine Gewässer mit Seerosen und verschlungene Pfade – wer es romantisch liebt, der sollte einen Spaziergang durch den alten Park in Saathain machen. Hier kann man einen kleinen Rest der einst weitreichenden Auwälder der Schwarzen Elster erleben.

Einst eine Wehranlage

Auch zur Geschichte hat Cordula Schladitz recherchiert und herausgefunden: Wo die Große Röder in die Schwarze Elster mündet, gab es ab dem 12. Jahrhundert eine Wehranlage, „castrum sathim“, die der Sicherung des Flussübergangs diente. Gleichzeitig wurden auch die parallel zur Schwarzen Elster verlaufenden Heer- und Handelsstraßen bewacht. Im Laufe der Zeit entstanden dann an dieser Stelle ein Schloss und eine Gutsanlage.

Das Schloss brannte zum Ende des Zweiten Weltkrieges ab, es blieb nur ein Stück des alten Guts­parks erhalten. Ein Teil davon wurde ab 1972 zum Rosengarten umgewandelt.

Auf der anderen Straßenseite

Der Ausflugstipp führt Besucher auf die andere Straßenseite, wo der Rest einer Auenlandschaft noch vorhanden ist. Man hat ein bisschen das Gefühl von Urwald, wenn man durch das dichte Grün schreitet. Dicke, umgestürzte Stämme liegen in den Altarmen des einstigen Flussnetzes. Diese ruhigen flachen Gewässer sind ideal für Insekten. Vielleicht haben Gäste Glück und können bei ihrem Rundgang auch Fledermäuse auf der Jagd beobachten.

Noch eines sei empfohlen: Auf Gut Saathain hat Künstler Ararat Haydeyan sein Atelier. Besucher sollten ruhig einmal anklopfen, vielleicht können sie ihm bei der Arbeit über die Schulter schauen. Der von ihm gestaltete Skulpturenpark im Freien ist auf jeden Fall zu besichtigen. Und bei dieser Gelegenheit: Auch die Ausstellung im Gut lädt zur Besichtigung ein. Gäste sollten es zudem nicht versäumen, einen Blick in die Fachwerkkirche zu werfen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 17.07.2020 von Frank Claus

Für Rückfragen: Cordula Schladitz, Tel.: 035341 61515 oder E-Mail: Cordula.Schladitz@lfu.brandenburg.de

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-07-17/10/romantische-pfade-seerosen-und-kunst-47915348.html

Meldung vom 17.07.2020