Fördermittel für die Hölle

Praktische Maßnahmen zur Wiederbelebung des Moores in der „Hölle“ im Naturschutzgebiet Calauer Schweiz können 2020 umgesetzt werden. Nach langer Vorarbeit erhielt die Naturparkverwaltung des Naturparks Niederlausitzer Landrücken die Zusage zur Finanzierung des Vorhabens mit rund 150.000 Euro. Die Mittel werden aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und aus dem Landeshaushalt bereitgestellt.

Mit dem Projekt "Revitalisierung des Hangmoors der Hölle im FFH-Gebiet Calauer Schweiz" soll die Wassersituation in dem markanten Tal südlich von Werchow nachhaltig verbessert werden. Denn nur so kann das Moor, von dem es in Brandenburg bekanntlich nicht mehr viele gibt, erhalten werden und seine Funktionen als Lebensraum, Wasser- und Kohlenstoffdioxidspeicher sowie als „Kühlakku“ für die Umgebung erfüllen. Davon soll die Niederlausitzer Tieflandfichte profitieren – eine an die Klimaverhältnisse der Niederlausitz angepasste Schwester der Mittelgebirgsfichte, die unter anderem in der Calauer Schweiz heimisch ist.

Maßnahmen zur Wasserrückhaltung bilden den Schwerpunkt des Vorhabens: Durch das Verschließen von Gräben soll Niederschlags- und Quellwasser am raschen Abfluss gehindert werden. Das wird das Wachstum von Torfmoosen fördern und weiteren Pflanzen zu Gute kommen. Die benachbarten Grundbesitzer haben ihre Zustimmung gegeben, denn die Feuchtigkeit fördert auch das Wachstum und die Gesundheit ihrer Waldbestände. Damit Wanderer künftig die Entwicklung der Hölle miterleben können, soll der daran entlangführende Wanderweg ertüchtigt werden. Ein Rohrdurchlass, der bisher bei Starkregen auf Grund zu geringer Dimension Probleme machte, wird ersetzt.

Die geplanten Projektkosten belaufen sich insgesamt auf 147.785 Euro; sie werden aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und aus dem Haushalt des Landes Brandenburg bereitgestellt. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Ende August 2020 beginnen und bereits Anfang 2021 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen zum Projekt: Udo List, Naturpark-Leiter, Tel. 035324 3050

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Kategorien

  • Natura 2000

Meldung vom 01.12.2019