Festveranstaltung "30 Jahre Naturpark" am 25.2.26 im Refektorium Doberlug

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft wurde am 24. Mai 1996 offiziell ausgerufen. Bereits 1991 hatte sich der Förderverein gegründet und damit den entscheidenden Impuls für die spätere Ausweisung des Naturparks gegeben.

Zu Beginn der Veranstaltung stimmten die Kinder der Naturpark-Kita Häschengrube aus Rückersdorf die zahlreichen Geburtstagsgäste mit Liedern zum Thema Wald und Wolf sowie einem Gedicht über Insekten ein. Dirk Ilgenstein, Präsident des Landesamts für Umwelt, eröffnete den Festakt und betonte, dass eine erfolgreiche Naturpark-Arbeit neben dem Wirken der Mitarbeitenden des Naturparks auch ganz entscheidend vom ehrenamtlichen Engagement getragen wird. Landrat Christian Jaschinski, der zugleich Vorsitzender des Fördervereins ist, erinnerte daran, dass durch viel Überzeugungsarbeit, Zusammenarbeit und „Ärmelhochkrempeln“ aus einer vom Militär geprägten Landschaft der Naturpark entstanden ist, wie er heute zu erleben ist. „Der Naturpark ist mehr als ein Schutzgebiet, er ist ein Modell für uns alle. Ein Ort, an dem wir zeigen, dass Entwicklung und Bewahrung kein Widerspruch sein müssen“, so Jaschinski. Der Naturpark sei kein abgeschlossenes Kapitel, sondern ein Raum für die Entfaltung und die zukunftsgewandte Gestaltung einer ländlichen Region. „Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft steht seit drei Jahrzehnten für gelebten Naturschutz, regionale Identität und nachhaltige Entwicklung. Was hier entstanden ist, verdanken wir Menschen mit Visionen, Mut und Ausdauer“, betonte Jaschinski.

Wortgewandt leitete Stephanie Kammer durch das Programm und beschwor mit ihrer Festrede Bilder vor dem inneren Auge herauf – vom Naturpark-Gefühl, von süßem Obst, begeisterten Kinderaugen und davon, wie der Naturpark wie ein Wunschkind groß wurde, mit liebevollen Eltern und Paten, die nicht davor zurückschreckten, Wagnisse einzugehen und anzupacken, um Ideen zu verwirklichen. Sie ermutigte dazu, auch in Zukunft Ideen wie Kinder zu behandeln, mit ihnen zu wachsen, Verantwortung vorzuleben und an die nächste Generation weiterzugeben

Die Festrede können Sie hier nachlesen: https://www.buecherkammer.de/2026/02/27/kein-geheimnis-elbe-elster-ist-ein-nest/

Auch eben diese junge Generation hatte große Auftritte: Theodor Voigt bewies zwischen den Reden sein beeindruckendes Können am Flügel und es wurden Videobotschaften der JuniorRanger gezeigt.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde auch der Umweltpreis des Landkreises verliehen. Constanze Eiser wurde für ihr langjähriges Engagement als Wolfsberaterin sowie für die Vermittlung von Wissen und Leidenschaft für die heimische Tier- und Pflanzenwelt als Biologielehrerin am Gymnasium in Finsterwalde ausgezeichnet. Sie steht zugleich stellvertretend für viele Frauen im Naturschutz, die häufig im Hintergrund wirken, aber mit Beharrlichkeit, Fachwissen und hoher sozialer Kompetenz eine tragende Rolle übernehmen.

Nach dem Festakt hatten die Gäste im unteren Bereich des Refektoriums die Gelegenheit, mit den Mitarbeitenden der Naturparkverwaltung, des Fördervereins und der Naturwacht sowie anderen Gästen ins Gespräch zu kommen, sich über die Aktivitäten in den Bereichen Naturschutz, Bildung, Tourismus und Regionalentwicklung zu informieren und ihr Wissen über 30 Jahre Naturpark auf die Probe stellen.

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Meldung vom 02.03.2026