„Einheitsbuddeln“ – Ein lebendiges Zeichen für Frieden und Natur am historischen Grenzturm

Am 8. November setzten die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule, der Elbtalgrundschule und der Montessori-Schule ein starkes Zeichen für Umweltschutz und historisches Bewusstsein. Durch das Pflanzen von rund 80 Flatterulmen im Rahmen des „Einheitsbuddelns“ verbanden sie aktiven Umweltschutz mit der Erinnerung an die deutsche Geschichte.

Diese besondere Aktion fand im Gebiet der Deichrückverlegung am ehemaligen DDR-Grenzturm bei Wustrow (Lanz) statt, einem Ort, der reich an historischer Bedeutung ist. Nahe der Elbe gelegen, bietet das Gebiet ideale Bedingungen für die jungen Flatterulmen, eine für die Flusslandschaft typische Baumart. Hier erstreckt sich auch das „Grüne Band“, ein Naturstreifen, der entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze verläuft und ein Symbol für das Wiedererstarken der Natur in einst abgeschotteten Gebieten ist.

Die Schülerinnen und Schüler hatten auch die Gelegenheit, mit dem Zeitzeugen Uwe Roese ins Gespräch zu kommen. Er teilte seine Erinnerungen an das Leben in der Sperrzone der DDR-Grenze – eine einzigartige Erfahrung, die den Schülern half, die historische Bedeutung des Ortes und die Auswirkungen der deutschen Teilung zu verstehen.

Die Pflanzaktion steht im Einklang mit der Idee des „Einheitsbuddelns“, einer Initiative, die 2019 in Schleswig-Holstein ins Leben gerufen wurde. Sie zielt darauf ab, ein Bewusstsein für die Vergangenheit zu schaffen und gleichzeitig den Gemeinschaftssinn zu stärken. Der ehemalige Grenzturm dient heute als Mahnmal und erinnert an die tragischen Geschehnisse der Vergangenheit, während die neu gepflanzten Bäume ein Symbol für Wachstum und Hoffnung sind.

Diese Aktion verdeutlicht, wie Umweltbildung und historisches Lernen Hand in Hand gehen können. Sie bietet den Schülern nicht nur die Möglichkeit, sich aktiv für den Naturschutz einzusetzen, sondern auch ein tieferes Verständnis für die Geschichte ihres Landes zu entwickeln.

Gebiet

  • Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

Meldung vom 08.11.2023