Ehemaliger Grenzturm wird für Naturbeobachtung ausgebaut

Der ehemalige Grenzturm im Gebiet der Lenzener Deichrückverlegung soll zukünftig ein Erinnerungs- und Naturerlebnisort im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg werden. Die Bauarbeiten zur touristischen Erschließung des Turmes, der sich im Eigentum des Landes Brandenburg befindet, sind vor einigen Tage gestartet.

Mit Unterstützung durch die ELER-Förderung lässt die Biosphärenreservatsverwaltung dort eine Metall-Spindeltreppe anbauen. Über diese können zukünftig Besucher:innen auf das Dach des Turms steigen und vor Ort die Aussicht auf die Elbe genießen und die spezifische Vogelwelt am Grünen Band beobachten. Gleichzeitig wird das BUND-Besucherzentrum Burg Lenzen die alten Informationstafeln am Turm überarbeiten. Gemeinsam mit einem Künstler entsteht eine illustrierte Kurzgeschichte, die die Entwicklung des Grünen Bandes vom Todesstreifen zur Lebenslinie erzählt. Diese sogenannte Graphic Novel zeigt, wie aus Grenzschutz ungewollt Naturschutz wurde. Für diese Aufwertung des Erinnerungsortes am Vier-Länder-Grenzradweg steht eine Förderung der Deutschen Postcode Lotterie zur Verfügung. Ideen für eine Geschichtsvermittlung im Inneren des Turmes haben die beiden Partner bereits. Diese sollen in weiteren Projekten umgesetzt werden.

Der Grenzturm befindet sich in einem spannenden Naturraum unmittelbar an der Elbe im Gebiet der Deichrückverlegung. Dank unterschiedlicher Naturschutz-Aktivitäten entsteht dort eine neue Auenwildnis. Ein Rundwanderweg sowie der Vier-Länder-Grenzradweg führen direkt am ehemaligen Grenzturm vorbei. Der Abschluss der Arbeiten am Grenzturm ist im Frühjahr 2023 geplant.

Gebiet

  • Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

Meldung vom 02.11.2022