Ziegenmelker

Der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) ist in Europa und in Teilen Asiens beheimatet. Der deutsche Schwerpunkt liegt im norddeutschen Tiefland, die Küsten der Ostsee werden jedoch nicht besiedelt. In Brandenburg gibt es größere Verbreitungslücken in der Uckermark, dem Barnim und in Märkisch-Oderland.

Der Ziegenmelker besiedelt vegetationsarme und trockene Gebiete. Das sind z.B. Heiden, lichte Wälder und Dünen. In Mitteleuropa sind es häufig sandige Kiefernforste. Auch auf Truppenübungsplätzen findet man die Art. Der Ziegenmelker ist dämmerungs- und nachtaktiv, am Tag ruht er häufig am Boden oder auf Ästen (immer in Längsrichtung). Er baut auch kein Nest, die Eier werden auf dem möglichst vegetationsarmen Boden gelegt. Die Nahrung besteht aus schwärmenden Insekten, vor allem Schmetterlingen, Käfern und Nachtfaltern. Ganz typisch ist sind die Laute des Ziegenmelkers: ein eintöniges Schnurren, welches in der Nacht z.T. stundenlang zu hören ist. Den Winter verbringt die Art im östlichen Afrika.

Die Zerstörung des Lebensraumes und der intensive Pestizideinsatz führen zu einer Gefährdung des Ziegenmelkers. Bei einen Mangel an Großinsekten kommt es zur Aufgabe der Brutgebiete. Außerdem erleidet die Art Verluste durch Verkehr, Freizeitaktivitäten und Mäharbeiten. Der Ziegenmelker ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Barnim
  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Vögel