Argus-Bläuling

Der Argus-Bläuling (Plebejus argus) trägt auch den Namen Heidebläuling oder Geißklee-Bläuling. Das Verbreitungsgebiet umfasst Teile Europas und Asiens. In Deutschland ist er noch weit verbreitet, zählt aber mittlerweile zu den gefährdeten Arten. In Brandenburg liegt der Schwerpunkt im Gebiet südlich von Berlin bis in die Niederlausitz.

Er ist eine typische Art der Sandheidengebiete, welche große Bestände an Heidekraut (Calluna vulgaris) aufweisen. Es gibt ihn aber auch auf Magerrasen, Böschungen und an Wegrändern. Sehr wichtige sekundäre Lebensräume sind ehemalige Truppenübungsplätze und breite Energietrassen. Die Art ist an Ameisen gebunden, mit manchen Arten leben sie in Symbiose. Die Raupen scheiden eine süße Substanz aus und werden dafür von den Ameisen beschützt. Die Verpuppung findet sogar in den Ameisennestern statt.

Die Lebensräume des Argus-Bläuling sind durch verschiedene Prozesse bedroht. Die Nutzungsaufgabe führt ebenso zum Verlust wie Nutzungsintensivierungen. Aber auch eine mögliche Bebauung oder Bewaldung führen zu einer Abnahme dieser Lebensräume. Der Argus-Bläuling zählt zu den nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützten Arten.

Er ist eng mit dem Kronwicken-Bläuling (Plebejus argyrognomon) und dem Idas-Bläuling (Plebejus idas) verwandt und sehr leicht mit diesen zu verwechseln. Für den Kronwicken-Bläuling gibt es keine aktuellen Nachweise für Brandenburg. Mit dem Idas-Bläuling kommen sie im gleichen Lebensraum vor, daher ist die Bestimmung im Freiland sehr schwierig.

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Kategorien

  • Schmetterlinge