Wiesen am Floßgraben

Etwa einen Kilometer östlich von Gorden liegt das unscheinbarste Flora-Fauna-Habitat-Gebiet des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaften, die Wiesen am Floßgraben. Das aus zwei Teilflächen von 11 und 26 Hektar bestehende Gebiet wurde 2003 als FFH-Gebiet ausgewiesen und umfasst mehrere strukturreiche Wiesen am Waldrand inklusive der daran angrenzenden Waldgebiete. Es ist ein typisches Beispiel für die traditionelle Kulturlandschaft der Niederlausitz, in der auch recht weit von den Ortslagen entfernte Flächen am Rande der großen Waldgebiete extensiv als Grünland genutzt wurden. Besonders schützenswerte Lebensräume sind die hier vorkommenden Pfeifengraswiesen (Lebensraumtyp 6410) und mageren Flachlandmähwiesen (LRT 6510).

Um diese artenreichen und insbesondere zur Blütezeit außerordentlich schönen Lebensräume dauerhaft zu erhalten, ist eine an naturschutzfachlichen Kriterien orientierte Bewirtschaftung der Wiesen notwendig. Ohne eine ein- oder zweischürige Mahd, eventuell ergänzt durch eine schonende Beweidung, werden die charakteristischen, konkurrenzschwachen Kräuter wie Fuchs' Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii) und Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe) entweder durch aufkommende Gehölze oder - bei intensiverer Nutzung - durch Gräser verdrängt. Auch muss auf die Düngung der Wiesen verzichtet werden. Da unter diesen Bedingungen keine wirtschaftliche Nutzung der Flächen mehr möglich ist, erhält der Pächter des Gebiets eine Förderung aus dem KULAP-Programm zur Grünlandextensivierung

Steckbrief des Bundesamtes für Naturschutz

Adresse

03238 Gorden

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Kategorien

  • FFH-Gebiet