Welkteich

Am äußersten Rand des Naturparks, südwestlich von Grünewalde, liegt das etwa 110 Hektar große Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Welkteich. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurden hier in mehreren großen Teichen Fische gezüchtet. Doch dann gestaltete der Braunkohlebergbau das Gebiet massiv um: Einerseits sank der Grundwasserspiegel, wodurch die Fischteiche austrockneten, andererseits entstand eine große und auch heute noch gut sichtbare Abraumhalde. Nachdem die Bergbautätigkeit 1917 eingestellt wurde, konnte sich die Natur wieder erholen. 1981 wurde der Welkteich und die angrenzenden Waldgebiete zum Naturschutzgebiet erklärt, 1998 als FFH-Gebiet in das europäische Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 integriert.

Die Ruhe seit der Ausrufung zum Naturschutzgebiet hat dem einstigen Restloch- und Kippengelände gut getan. Ein Spaziergang zeigt, wo und wie die Natur wieder die Herrschaft übernommen hat. Der Wasserstand ist deutlich angestiegen, wozu auch die Dämme des  Bibers beitrugen, dessen Spuren Sie hier leicht entdecken können. Inzwischen weisen nur noch die Stümpfe abgestorbener Birken darauf hin, dass der Wasserstand vor einigen Jahren deutlich niedriger war. Dadurch ist der Erhalt wertvoller Lebensräume wie der fast vollständig mit Schilf und Rohrkolben bedeckten Teiche (Lebensraumtyp 3150) und der Birken-Moorwälder (LRT 91D0) im Gebiet vorerst gesichert. Mit etwas Glück können Sie hier auch Rohrdommel, Rohrweihe und Kranich entdecken, die in den ausgedehnten Schilfbeständen brüten. In dem urigen Eichenwaldstück (LRT 9190) direkt hinter dem Ortsausgang von Grünewalde lässt sich darüber hinaus erahnen, wie abwechslungs- und totholzreich die Wälder der Niederlausitz vor der Ankunft des Menschen waren.

Steckbrief des Bundesamtes für Naturschutz

Adresse

01979 Lauchhammer

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Kategorien

  • FFH-Gebiet