Seewald

Südlich des Grünewalder Lauchs liegt das 270 Hektar große Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Seewald. Hier ist durch den Braunkohlenbergbau im vorigen Jahrhundert eine völlig neue Landschaft entstanden. Um die ungestörte Erholung der Natur zu gewährleisten, wurde der Seewald 1981 zum Naturschutzgebiet erklärt und 1998 in das europäische Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 integriert. Das Gebiet ist nach dem Seewaldsee benannt, einem Tagebau-Restgewässer, das es im Westen begrenzt. Eine auffällige Entkalkungsanlage neutralisiert hier das saure Wasser des Sees, bevor es in den angrenzenden Floßgraben abfließt.

Östlich des Seewaldsees finden sich ausgedehnte Moore (Lebensraumtyp 7150) und Moorwälder (LRT 91D0), die allerdings stark beeinträchtigt wurden. Durch den Braunkohlebergbau kam es in den 50er Jahren zu einem lang anhaltenden Absinken des Grundwasserspiegels, der die störungsempfindlichen Moore schädigte. Außerdem wird das FFH-Gebiet von zahlreichen wasserableitenden Gräben durchzogen, was die Erholung der Moore und Moorwälder nach Beendigung des Bergbaus erschwerte.

Im Südosten des FFH-Gebiets findet sich ein botanisches Kleinod – eine der wertvollsten Pfeifengraswiesen (LRT 6410) Brandenburgs. Hier gedeihen seltene und stark bedrohte Arten wie Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe), Arnika (Arnica montana), Wald-Läusekraut (Pedicularis sylvatica) und Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii). In den letzten Jahren kam es durch eine regelmäßige Pflege der Fläche im Rahmen des Vertragsnaturschutzes zu einer deutlichen Vergrößerung der Populationen dieser wertvollen Pflanzarten.

Steckbrief des Bundesamtes für Naturschutz

Adresse

01979 Lauchhammer

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Kategorien

  • FFH-Gebiet