Lausitzer Bergbaufolgelandschaft - Die Natur kehrt zurück

Das Vogelschutzgebiet Lausitzer Bergbaufolgelandschaft umfasst 4 Teilflächen mit einer Gesamtfläche von etwa 6000 Hektar. Eine dieser Teilflächen, die Bergbaufolgelandschaft Grünhaus, liegt teilweise im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und ist auch als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Generell zeichnet die Landschaft dieses Vogelschutzgebietes durch große Tagebau-Restlöcher und Kippen aus – Überbleibsel der Braunkohleförderung in der Region. Nach dem Ende des Bergbaus bleibt die Natur auf weiten Flächen sich selbst überlassen, wodurch spannende und dynamische Ökosysteme entstehen konnten. Kennzeichnend sind insbesondere die ausgedehnten Offenflächen, die sich zum Teil in den nächsten Jahrzehnten durch natürliche Sukzession zu Wälder entwickeln werden. Hier kommen viele Vögel des Offenlandes vor, z. B. Brachpieper, Braunkehlchen, Heidelerche, Neuntöter, Ortolan, Raubwürger, Wiedehopf und Ziegenmelker. Darüber hinaus hinterließ der Braunkohlebergbau ausgedehnte Wasserflächen, die an aquatische Lebensräume gebundenen Arten wie Rohrweihe, Teichrohrsänger und Uferschwalbe günstige Lebensbedingungen bieten. Im Herbst wird das Vogelschutzgebiet als bedeutender Vogelrastplatz von tausenden Kranichen, Bläss- und Saatgänsen genutzt.

Aufgrund der instabilen geologischen Situation sind große Teile des Gebiets gesperrt und können derzeit nur im Rahmen geführter Touren betreten werden. Erst nach Abschluss der Bergbausanierung wird dieses Gebiet für die Öffentlichkeit zugänglich werden. 2000 Hektar der Bergbaufolgelandschaft Grünhaus sind im Besitz des NABU, wodurch eine ungestörte Entwicklung dieses Naturparadieses langfristig gewährleistet wird.

Steckbrief des Bundesamtes für Naturschutz

Adresse

01979 Lauchhammer

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Kategorien

  • Vogelschutzgebiet