Beringung von Jungstörchen

Mitte Juni war es wieder soweit. Der NABU-Kreisverband Prignitz beringte die Jungstörche im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Brandenburg. Mit einer Hebebühne ging es hinauf in die Storchennester und die Beinchen der sich totstellenden Jungstörche bekamen einen nummerierten Ring umgelegt. Zu dieser Zeit waren die Jungstörche schon ansehnlich groß, können jedoch noch nicht fliegen und sind auf die Futtergaben der Eltern angewiesen.

Während der Zeit der Beringung erfahren die Storchenexperten jedes Jahr wie es um den Nachwuchs steht. Im europäischen Storchendordorf Rühstädt geht man in diesem Jahr (2016) von ca. 30 Storchenpaaren aus. Mit dem Nachwuchs sieht es nicht ganz so gut aus. Nicht alle Paare brüteten und durch ein trockenes Frühjahr war das Futter für die Störche knapp. Einige Störche trafen auch recht spät in der Prignitz ein und brüteten noch im Juni. Auch die kühle und feuchte Witterung kann für Jungstörche problematisch werden. Denn sind sie zu groß, können sie die Altstörche nicht mehr hudern (Schützen der Nestlinge vor Witterung) und unterkühlen und verenden.

Die Beringung von Jungstörchen hilft dabei die Zugwege der Vögel und ihre Lebensweise besser zu erkunden. Die Ringnummer wird zusammen mit dem Standort des Storches an die Beringungszentrale Hiddensee in Greifswald weitergegeben. Die Fachgruppe Ornithologie des NABU-Kreisverband Prignitz führt die Beringung in der Elbtalaue durch. Wer mithelfen möchte kann sich ein Fernglas schnappen und auf Ringnummerjagd gehen. Eine Unterstützung für die enstehenden Kosten für die Hebebühne ist willkommen.

Hier im Video zu sehen

Gebiet

  • Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe